Die Silvesternacht wird heuer wieder um eine so genannte Schaltsekunde verlängert. Das passiert immer wieder. Die letzte Minute des Jahres hat dann laut Weltzeit 61 Sekunden statt 60. In Wien gilt ja die mitteleuropäische Zeit. Also kommt kurz vor 1 Uhr eine Sekunde dazu. Die Uhrzeit wird nämlich seit 1967 schon mit Atmuhren und nicht durch die Tageslänge gemessen und ist als 9.192.631.770-fache der Schwingung im Cäsiumatom definiert. In 20 Millionen Jahren gehen diese Uhren höchstens um eine Sekunde falsch.
Die Schaltsekunden braucht man, weil sich die Erde immer langsamer dreht. Die Drehung der Erde wird nämlich durch Ebbe und Flut abgebremst. Ohne diese Schaltsekunden wäre sonst in etwa 4000 Jahren 12 Uhr Mittag schon in der Morgendämmerung.
Die Schalttage, die alle vier Jahre am 29. Februar eingeschoben werden, haben übrigens nichts mit den vorher genannten Schaltsekunden zu tun. Die Schaltsekunden regeln die Tages- und Nachtlänge, die Schalttage die Jahreslänge. Ohne eingeschobene Schalttage würde nach etwa 700 Jahren Winterbeginn im Juni sein.