Was ist eigentlich der Unterschied zwischen normalem Speisesalz aus der Saline, Meersalz und Himalayasalz? Natürlich zunächst einmal der Preis, denn Himalayasalz kostet oft das Zwanzigfache von normalem Salz. Das Himalayasalz ist physiologisch nicht besser. Wertvoll ist das Himalayasalz ausschließlich für die Brieftasche des Verkäufers, weil er mit einem Marketingschmäh ein Vermögen verdient.
Speisesalz ist Speisesalz ist Speisesalz! Speisesalz besteht zu 98% aus Natriumchlorid. Der Rest? Sind ein paar Mineralstoffe, manchmal eine Rieselhilfe, beides nicht der Rede wert, und hauptsächlich Verunreinigungen. Der unterschiedliche Salzgeschmack der Sorten hängt ausschließlich vom Mahlgrad beziehungsweise der Korngröße ab. Je feiner das Salz gemahlen ist, umso mehr Moleküle können sich auf der Zunge gleichzeitig lösen, und umso aggressiver erscheint uns das Salz. Bei größeren Körnern dauert es etwas länger, bis das Salz auf der Zunge zergeht, deshalb erscheint es uns deutlich milder.
Meersalz ist, wenn überhaupt, eher ungesünder als Salinensalz, weil sich ja auch noch Überreste von Ölkatastrophen darin befinden, Tierfäkalien, Abwässer aus Großstädten und Industrieanlagen usw.. Auch das Salz, das aus den Bergwerken gewonnen wird, nichts anderes als Meersalz, halt schon älter und sauberer, also eigentlich prähistorisches Meersalz. Das rosa getönte Himalayasalz wird zu zwei Drittel in der pakistanischen Provinz Punjab abgebaut, der Himalaja ist in der Nähe, ja, mehr nicht. Und rund 30 Prozent des teuren Himalayasalz werden übrigens in Polen abgebaut. Menschen kaufen das teurere Meer- oder Himalayasalz statt Salinensalz nur deshalb, weil sie zu leichtgläubig sind.