Der Junge-Erde-Kreationismus ist der Glaube, dass die Erde von Gott vor höchstens 10.000 Jahren erschaffen wurde. Die Anhänger vertreten eine wörtliche Auslegung der Bibel und interpretieren den Schöpfungsbericht in der Bibel als Tatsachenschilderung.
Der Junge-Erde-Kreationismus oder 24-Stunden-Tag-Theorie ist der hauptsächlich von evangelikalen und fundamentalistischen Christen, aber auch von ultraorthodoxen Juden vertretene Glaube, dass die Erde von Gott vor wenigen tausend Jahren erschaffen wurde. In der Regel gehen Junge-Erde-Kreationisten davon aus, dass die Erde bis etwa 10.000 Jahre alt ist. Dies steht natürlich in krassen Widerspruch zu den Wissenschaften, in denen angenommen wird, dass die Erde 4,5 Milliarden Jahre alt ist. Es gibt auch heute noch in Österreich Evangelikale. Laut Volkszählung 2001 haben alle Gemeinschaften, die man im weitesten Sinn als evangelikal bezeichnen kann, zusammen etwa 20.000 Mitglieder. Die Zahl ist seither weiter gestiegen. In Deutschland beträgt die Zahl der Evangelikalen nach eigenen Angaben sogar etwa 1,3 Millionen. Die meisten dieser Evangelikalen glauben, dass die Erde etwa 10.000 Jahre alt sei, und rechtfertigen diese These mit teilweise haarsträubenden Argumenten. Die merkwürdigsten Ansätze behaupten, Gott habe die Welt so erschaffen, wie sie heute ist, und die Millionen Jahre alten Fossilien absichtlich eingeschmuggelt, um die Menschen einer Glaubensprüfung zu unterziehen.