Das Jahr 1816 ging als Jahr ohne Sommer in die Annalen ein. Der Grund war der Ausbruch des Vulkans Tambora im Jahr davor.
Das Jahr 1816 wurde als „Jahr ohne Sommer“ bekannt. Das wurde ausgelöst durch den stärksten Vulkanausbruch der Neuzeit, nämlich der des indonesischen Vulkans Tambora im Jahre 1815. Durch die vom Vulkan hinaus geschleuderten 100 Kubikkilometer Asche und Staub wurde dann in den nächsten Jahren die Sonneneinstrahlung wesentlich verringert.
Im darauf folgenden Sommer nach dem Vulkanausbruch fielen die Temperaturen dann um drei Grad. In Europa, Amerika und China fielen unablässig Regen-, Graupel- und Schneeschauer. So schneite es in Mitteluropa in Orten über 800 Meter Seehöhe auch in den Sommermonaten zumindest einmal. Ernteausfälle, Seuchen und Hungersnöte rafften hunderttausende Menschen dahin. Noch bis zum Jahr 1818 lagen dann die Temperaturen noch um knapp ein Grad Celsius unter dem langjährigen Mittel.