ScienceBusters
Martin_puntigam

Im Weltall gibt es keine Bohnen

  • Martin Puntigam
  • 16.01.08, 22:54 Uhr

Warum der Mensch zum Mond will, und Wie

Seit 1968 weiß der Mensch, wie man zum Mond fliegt, seit 1969 wie man dort landet, spazierengeht und wieder wegkommt. Aber was hat er am Mond zu suchen? Warum macht der Mensch das? Raumfahrt ist teuer, lebensgefährlich und anstrengend. Nur weil der Mond Ebbe und Flut macht und die Erde stabilisiert, muß man sich noch nicht persönlich bei ihm bedanken.

Heinz_oberhummer

Das Projekt Manhigh

  • Prof. Heinz Oberhummer

Natürlich wollte man schon immer den Weltraum erforschen, die Frage stellte sich nur, wie? Einerseits mit Raketen und mit Flugzeugen. Aber auch mit einem Heißluftballon wurde Weltraumgeschichte geschrieben.

Kittinger beim Sprung Joseph Kittinger beteiligte sich 1957 am Projekt Manhigh. Am 16. August erreichte Kittinger eine Höhe von 31 332 Meter Höhe mit einem heliumgefülltem Ballon. Dann sprang er runter - natürlich mit einem Druckanzug. Nach 4-5 Minuten öffnete sich der Hauptfallschirm und Kittinger stand nach weiteren 9.5 Minuten wieder auf der Erde.

Dort oben hat es Temperaturen von unter -80°C, der Flug nach oben dauerte über 3 Stunden und die ersten Versuche wurden ohne Gesichtsmaske durchgeführt.

Bei diesem Unternehmen hat Kittinger vier Weltrekorde aufgestellt, die bis heute nicht übertroffen wurden:

  1. Höchste Ballonfahrt mit offener Gondel,
  2. höchste Geschwindigkeit eines Menschen ohne besondere Schutzhülle,
  3. längster freier Fall und
  4. längster Fallschirmsprung.

Die Hauptaufgabe dieser Tests bestand darin, Fallschirme zu testen. Allerdings dienten die Experimente, wie sich später herausstellte, der Entwicklung von Raumanzügen, die ja auch schon Kittinger nutzte.

Wahrscheinlich hat er es aber bei seinen Versuchen nicht geschafft, die Schallgeschwindigkeit zu erreichen.]

Der erste Mensch im All

Yuri Gagarin Am 12. April 1961 schossen die Sowjets den ersten Menschen mit einer „Wostok“ (russisch für Osten) in eine Umlaufbahn.

Der Flieger Jurij Alekseewitsch Gagarin umrundete als erster Mensch die Erde in 84 Minuten – er war der erste Kosmonaut. Die Kapsel sollte vollautomatisch starten und landen. Nur im Notfall durfte Gagarin die Kapsel steuern. Dafür gab es einen eigenen Code.

Dieser befand sich in einem Kuvert, das er aber erst nach Befehl öffnen durfte. Hätte er das Kuvert vorher geöffnet, wäre er als Feigling dagestanden. Hätte es einen Notfall gegeben hätte das Öffnen zu lange gedauert. Aber zum Glück raunte ihm Koroljew kurz vor dem Start den Code zu. Es kam dann tatsächlich zu einem Notfall, sodass Gagarin manuell landen musste. Er vergaß aber das Kuvert zu öffnen, womit die Frage auftauchte, woher er den Code kannte. Aber Gagarin war dann schon unantastbar.

Warum eigentlich nicht Juri Gagarin der erste Mensch im All war

Laut den Richtlinien der Internationalen Luftfahrtföderation muss ein Astronaut im gleichen Fahrzeug wieder auf der Erde landen, mit dem er auch gestartet ist. Die Techniker der damaligen Sowjetunion hatten allerdings wenig Vertrauen in die Fallschirme und Bremsraketen der Landekapsel Wostok. So wurde in einer Höhe von rund 7000 m ein Schleudersitz aktiviert und der „erste“ Kosmonaut wurde aus der Kapsel herausgeschleudert. Er landete dann sicher in rund zwei Kilometern Entfernung von dem Landeort der Kapsel mit einem Fallschirm. Das Landesystem der Kapsel hätte funktioniert.

Die ersten Menschen, die auch während der Landung in der Kapsel blieben, starteten am 12. Oktober 1964, umrundeten 16 Mal die Erde und landeten 24 Stunden und 17 Minuten später wohlbehalten in der Kapsel. Es waren die sowjetischen Kosmonauten Wladimir M. Komarow, Boris B. Jegorow, Konstantin P. Feoktistow mit dem Raumschiff Woßchod 1.

Man sollte hier nicht die Formalitäten wichtiger nehmen als die Tatsachen: Juri Gagarin umrundete als Erster die Erde.

Werner_gruber

Experiment: Bau einer Wasserdruckrakete

  • Univ.-Lekt. Werner Gruber

Dazu benötigt man eine Kunsstoffflasche, eine Fahrrradpume mit einem langen Ventilstift und einen Korken. Für die Halterung wird noch etwas Karton benötigt.

Der lange Ventilstift wird in den Karton hineingesteckt. Die Flasche füllt man zu rund einem Drittel mit Wasser und verschließt sie mit den Korken. Vorher hat man drei Streben aus Karton an der Flasche befestigt, damit die Flasche dann stabil steht.

Die Flasche aufstellen und nun muss man nur mehr pumpen bis sich der Korken löst....

VORSICHT: sich nicht über die Flasche beugen - es werden gewaltige Kräfte frei. Dieser Typ von Raketen kann über 100 Meter hoch fliegen.