ScienceBusters

Wissen, Film und Rock 'n' Roll

Edutainment ist weit mehr als nur ein internationaler Trend, im Gemeindebautheater stürmen die Wissbegierigen die Pforten.

Ist Bombenbasteln sehr schwer? Wie brate ich die perfekte Weihnachtsgans? Soll ich auf die Reise zum Mars eher mehr kurze oder mehr lange Hosen einpacken? Wenn ein Außerirdischer vor meiner Tür steht, bin ich stärker? Oder soll ich ihm lieber Hausschuhe anbieten? Und wenn, wie viele?

Anhand von Ausschnitten populärer Kino- und TV-Produktionen und Computerspielen (24, Alien, Mission to Mars) und zahlreicher Experimente (Entschärfung einer Kofferbombe, Herstellung von Leben! Live – Indoor – Raketenstarts!) erklären die beiden Science - Kapazunder Prof. Heinz Oberhummer (theoretische Physik, TU – Wien) und Univ. Lekt. Werner Gruber (experimentelle Physik, UNI – Wien) und Humortitan Martin Puntigam (Studienabbrecher, UNI - Graz) die Welt und ihr Drumherum.

Die ScienceBusters in ihrem Element

Von Heinz Oberhummer

Eines Tages vor zirka fünf Jahren saß ich bei meinem Friseur, um mir von Fräulein Margarete die Haare schneiden zu lassen. Ich habe als Universitätsprofessor an der TU Wien auch schon immer populärwissenschaftliche Vorträge gehalten. Nun war es wieder einmal so weit und ich sagte Margarete, dass ich kommende Woche einen solchen öffentlichen Vortrag halten werde und dass ich sie dazu auch gerne einladen möchte. Sie fragte: „Hat das etwas mit Wissenschaft zu tun?“ Ich antwortete: „Na ja, schon ein bisschen. Aber der Vortrag ist wirklich für alle verständlich.“ Sie meinte aber dann: „Nicht böse sein, aber da komme ich nicht, ich verstehe nämlich gar nichts von Wissenschaft.“

Da wurde mir klar, dass man das unter einem anderen Titel verkaufen müsste. Ich dachte sofort an das Kabarett, weil da die Leute hingehen, ohne Angst zu haben etwas nicht zu verstehen. Aber ein Kabarett muss ja auch lustig, unterhaltsam, spannend, aber vor allem verständlich sein. Ich suchte mir also Verstärkung. Der erste, den ich kontaktierte, war der Physiker Werner Gruber von der Universität Wien. Ich kannte ihn zwar nicht persönlich, aber wusste bereits aus den Medien, wie erfolgreich er Physik präsentieren konnte. Ich rief ihm also an, wir trafen uns im Kaffeehaus, nach einer hallen Stunde waren wir per Du, und nach zwei Stunden hatten wir uns schon mehrere Projekte überlegt.

Aber jetzt musste noch ein echter Kabarettist her. Ich erinnerte mich, dass beim 50. Geburtstag meiner Chefs ein gewisser Martin Puntigam auftrat, der Teile seines Programms „Wildwochen“ dort präsentierte. Er spielte dabei ein Elementarteilchen, also dachte ich mir, er sollte sich zumindest für Physik interssieren. Ein Anruf genügte, wir trafen uns, und er vervollständigte unser Team. Die „Science Busters“ waren geboren. Allerdings konnte ich mir damals in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen, welchen Aufstieg unser Wissenschaftskabarett einmal nehmen würde.

Die Science Busters

Die Science Busters beschreiben einen neuen Weg einer innovativen Kommunikation von Wissenschaft, die im Wesentlichen auf die Zielgruppen breite Öffentlichkeit und junge Generation gerichtet ist. Dieser Ansatz vereint und bündelt die positiven Aspekte der Kommunikation durch Wissenschaftler und Künstler. Dabei werden informative wissenschaftliche Aspekte vermittelt, aber in unterhaltsamer, spannender und vor allem verständlicher Form. Beispielsweise anhand von spektakulären Versuchen und Ausschnitten erfolgreicher Hollywoodfilme.

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